Werbung und Design
Die Werbebranche bildet schon beinahe eine Wissenschaft für sich. Manch einem mag dies an
den Haaren herbeigezogen vorkommen, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass ein richtiges Gespür für product
placement, Werbung und Vermarktung schon so manches Produkt zum Renner gemacht hat – selbst wenn es sich dabei um
etwas handelte, was eigentlich niemand wirklich brauchte. Gerade eingedenk der Tatsache, dass wir heute in Zeiten
Leben, in denen hierzulande kaum jemand einen wirklich existenziellen Mangel erleidet, muss man die Leute
überzeugen, warum sie dies und jenes kaufen sollten, denn wirklich brauchen werden sie es im seltensten Falle
(außer vielleicht bei solchen Dingen wie Autos und dergleichen).
An dieser Stelle kommt die Werbung ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es insofern nicht nur, den
Kunden zu informieren, sondern ein konkretes Bedürfnis zu wecken. Werbung muss verlockend und überzeugend zugleich
sein. Einerseits muss sie informieren und seriös wirken. Schließlich soll nicht die Katze im Sack angepriesen
werden. Aber sie muss eben auch auf emotionaler Ebene (Bedürfnis) zum Kauf verleiten. Um dies zu erreichen, bedient
sich die Werbung aller möglichen Mittel. Werbetexter verfassen geschliffene Werbebotschaften, die Nutzen, Vorteil,
Dringlichkeit und Einzigartigkeit eines Angebots in prägnanter Form suggerieren sollen. Diese Werbebotschaften
werden dann als lesbarer oder gesprochener Text eingesetzt. Abgerundet wird das Ganze mit entsprechendem
Bildmaterial, sei es in Form bewegter oder unbewegter Bilder. Diese Bilder sind oft (im symbolischen bzw.
suggestiven Sinne) nicht minder gehaltsträchtig als die prägnanten Werbetexte. Je nach dem, was genau beworben
wird, können die Bildbotschaften unterschiedlichste Stimmungen bedienen. In dieser Hinsicht führen viele Wege nach
Rom. Aus Gründen der Einprägsamkeit wird dabei oft auf das Mittel des Humors zurückgegriffen (freilich ohne das
beworbene Produkt selbst lächerlich zu machen). Ein weit verbreitetes Beispiel für diese Vorgehensweise bieten
lustige Werbespots im Fernsehen. Der Vorteil besteht wie erwähnt in einer guten Einprägsamkeit und darin, dass sich
solche Werbungen auch herumsprechen.
Nach diesen inhaltlich grundlegenden Prinzipien funktioniert Werbung eigentlich überall.
Allerdings muss sich die Form der Werbung stets auch dem Format anpassen, innerhalb dessen sie zum Einsatz kommt.
Dann obliegt es insbesondere dem Webdesigner, Design und Marketing entsprechend unter einen Hut zu bringen, um eine
Werbemaßnahme bestmöglich im Kontext des jeweiligen Mediums einzubinden.
Ein mit dem Web 2.0 Hype gereiftes Werbeformat ist dementsprechend das Internet. Gerade im
Internet muss Werbung sehr prägnant sein, da das Internet ein sehr schnelles Medium ist und die meisten Nutzer
wenig Zeit mitbringen. Dies gilt es aus Sicht des Marketings sowohl bei der Werbung als auch bei der konkreten
Angebotsbeschreibung im Internet zu beachten.
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